Sektionen der DGKH
Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene – DGKH – gliedert sich in Fachkommissionen, Sektionen und Arbeitsgruppen, wobei innerhalb dieser Strukturen z.T. ständige oder zeitweilige Arbeitsgruppen für spezielle Aufgabengebiete tätig sind. In diesem Bereich wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wesentlichen Arbeitsschwerpunkte der gegenwärtig existierenden Arbeitsbereiche geben.
Aktuelle Geschäftsordnung der Sektionen der DGKH im PDF-Format (Stand Oktober 2016).
Sektion „Antiseptic Stewardship“
Sektion „Antiseptic Stewardship“
Der Einsatz von Bioziden in den verschiedenen Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Industrie und Haushalt etc. ist mit dem Risiko toxischer Nebenwirkungen für die Umwelt verbunden. Wirkstoff-abhängig besteht auch das Risiko der Toleranz- und Resistenzentwicklung einschließlich der Ausbildung von Kreuzresistenzen zu Antibiotika. Deshalb müssen Antiseptika indikationsgerecht eingesetzt werden, um gezielt ihre präventive und therapeutische Effektivität zu nutzen und zugleich Nebenwirkungen sowohl auf die Umwelt als auch bei der Anwendung am Menschen zu vermeiden.
Die Sektion „Antiseptic Stewardship“ ist aus der 1991 gegründeten Sektion „Klinische Antiseptik“ hervorgegangen, die von Prof. Axel Kramer ins Leben gerufen wurde. Die Themen Haut-, Schleimhaut- und Wundantiseptik wurden seitdem in zahlreichen von der Sektion initiierten Konferenzen, Symposien und Workshops vorgestellt, bearbeitet und immer aktuell nach den neuesten Erkenntnissen diskutiert. Aus der Arbeit der Sektion resultierten entsprechende Empfehlungen, Stellungnahmen und Konsensusrichtlinien.
Die im Jahr 2022 neu besetzte Sektion „Antiseptic Stewardship“ führt die bisherige Arbeit mit entsprechendem Schwerpunkt fort. Unter der Zielsetzung, Infektionen zu verhindern bzw. zu behandeln, gilt es die Möglichkeiten auszuloten, wann Antiseptika mit gleicher oder höherer Wirksamkeit, besserer Verträglichkeit und vor allem fehlender Resistenzentwicklung anstelle von Antibiotika eingesetzt werden können. Darin eingeschlossen werden aktuelle Erkenntnisse in Hinblick auf neue Indikationen der Antiseptik, z.B. auch bei neuauftretenden Viren, verfolgt und bewertet. Für den Einsatz in etablierten Indikationen werden die Antiseptika in Bezug auf Wirksamkeit und Verträglichkeit der vergleichenden Nutzen-Risiko-Bewertung zur Ableitung von Anwendungsempfehlungen unterzogen.
Mitglieder (Stand August 2026)
- Paula Zwicker (Vorsitz) , Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Greifswald
- Cornelia Wiegand (stellv. Vorsitz) , Klinik für Hautkrankheiten, Universitätsklinikum Jena
- Axel Kramer (Beisitz) , Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Greifswald
- Andreas Schwarzkopf , Institut Schwarzkopf, Bad Bocklet
- Claudia Schwarzkopf , Institut Schwarzkopf, Bad Bocklet
- Maren Eggers , Labor Enders, Stuttgart
- Roald Papke , Sana Klinikum Lichtenberg
- Simon Heister , Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig
- Ulrike Möbius , Institut für Krankenhaus- und Umwelthygiene, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
- Ulrike Seifert , Friedrich Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsmedizin Greifswald
- Wolfgang Behrens-Baumann , Emeritus, Augenklinik der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
Inhalt übernommen von www.krankenhaushygiene.de/dgkh/sektionen/sektion-antiseptic-stewardship/ (Stand 17.10.2026).