Hygiene-Tipp April 2026
Sind Kompressionsstrümpfe im OP-Bereich erlaubt?
01.04.2026
Frage:
Unser neuer Endoprothetiker verbietet aus hygienischer Sicht dem OP-Personal das Tragen von privaten Kompressionsstrümpfen im OP-Bereich. Ist das wirklich ein Problem?
Hygiene-Tipp März 2026
Müssen Umluftkühlgeräte in Patientenzimmern mit Filtern ausgestattet sein?
01.03.2026
Frage:
Müssen Umluftkühlgeräte (Klimasplitgeräte) in Patientenzimmern, Warteräumen und unreinen Arbeitsräumen gemäß DIN 1946 /4 mit Filtern ausgestattet sein?
Hygiene-Tipp Februar 2026
Müssen Schlussdesinfektionen zwingend durch einen Desinfektor durchgeführt werden?
01.02.2026
Frage:
Muss die Schlussdesinfektion eines Patientenzimmers (nach der Pflege eines Patienten mit definierten Infektionskrankheiten) im Krankenhaus durch einen ausgebildeten Desinfektor durchgeführt werden?
Hygiene-Tipp Dezember 2025
Welche Handschuhe und wann besteht eine Indikation zur Händedesinfektion beim Verbandwechsel?
01.12.2025
Frage:
Müssen zum Verbandwechsel sterile oder unsterile Handschuhe getragen werden? Ich verstehe das „hygienische Ritual“ nicht.
Hygiene-Tipp November 2025
Wunden mit Leitungswasser ausduschen?
01.11.2025
Frage:
Ist es zu empfehlen, Wunden zur Anregung der Wundheilung mit Leitungswasser auszuduschen?
Antwort:
Das vorsätzliche Ausduschen der Wunde zur Anregung der Wundheilung mittels Leitungswassers ..
Hygiene-Tipp Oktober 2025
Im OP: Mund-Nasen-Schutz auch für Patienten?
01.10.2025
Frage:
Während einer Hospitation im Nachbarkrankenhaus habe ich gesehen, dass Patienten in Regionalanästhesie intraoperativ eine chirurgische Gesichtsmaske trugen. Das wurde mit einer Infektionsgefahr begründet. Ist das wirklich notwendig?
Hygiene-Tipp September 2025
Prüfen von Leihendoskopen vor dem Einsatz?
01.09.2025
Frage:
Ist es notwendig, flexible Endoskope, die zur Überbrückung von Reparaturzeiten als Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden, nach der ersten Aufbereitung (vor dem ersten Einsatz am Patienten) einer mikrobiologischen Testung zu unterziehen?
Hygiene-Tipp August 2025
Umziehen nach septischer Operation?
01.08.2025
Frage:
Nach jeder Operation im septischen OP-Saal soll in unserem Krankenhaus ein kompletter Wechsel der Bereichskleidung durchgeführt werden. Ist das wirklich notwendig?
Antwort:
Das komplette Umkleiden nach einer septischen Operation ist ein..
Hygiene-Tipp Juni 2025
Sterilverpackung
01.06.2025
Frage:
Perspektivisch soll in unserer Praxis auf eine zusätzliche Vliesverpackung in den Sterilgut-Containern bei der Dampfsterilisation von OP-Instrumenten verzichtet werden. Ist das möglich?
Antwort:
Literatur zu diesem Thema ist nicht bekannt. Aber in zahlreichen Aufbereitungseinheiten für Medizinprodukte (AEMP)...
Hygiene-Tipp Mai 2025
Tischabdeckung im OP
01.05.2025
Frage:
Ich habe eine Frage aufgrund einer Inspektion der Überwachungsbehörde zum "Vollzug des Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetzes". Es betrifft die Aufbereitung von unseren grünen OP-Tüchern, die wir für die Abdeckung der Instrumententische verwenden.
Dürfen wir OP-Tücher aus Baumwollmischgewebe zur Abdeckung des Instrumententisches weiterhin sterilisieren und im OP verwenden?
Hygiene-Tipp April 2025
Untersuchung des Trinkwassers auf Pseudomonas
01.04.2025
Frage:
Fallen ambulant operierende Praxen gemäß Pkt. 4.2.b der UBA-Veröffentlichung von 2017 unter untersuchungspflichtige Einrichtungen und müssen dementsprechend regelmäßige Untersuchungen des Trinkwassers auf Pseudomonas aeruginosa (gemäß DVGW W 551-4 (03/2024)) durchführen?
Hygiene-Tipp März 2025
Viruzide Händedesinfektion bei Versorgung von HPV-Patienten
01.03.2025
Frage:
Wir haben immer wieder Anfragen zum Umgang mit Patienten mit Humanen Papillomviren im Operationsbereich.
Gemäß VAH-Liste benötigen wir den Wirkbereich „viruzid“ für die Flächendesinfektion. Benötigen wir dies auch für die hygienische Händedesinfektion bei Kontakt mit möglicherweise kontaminierten Oberflächen? Oder ist begrenzt viruzid PLUS ausreichend?
Hygiene-Tipp Februar 2025
Hygiene im Wartezimmer und Wartebereichen
01.02.2025
Die Hygiene in der niedergelassenen Arztpraxis spielt eine wichtige Rolle im Rahmen der medizinischen Versorgung der Patienten. Diese werden immer früher nach einer Krankenhausbehandlung entlassen, was wiederum teilweise Tätigkeiten am Patienten, die bisher im Krankenhaus durchgeführt wurden, in die Arztpraxis verlagert.
Da die meisten Infektionskrankheiten wie Atemwegsinfektionen oder Magen-Darm-Entzündungen über Kontakt oder Tröpfchen übertragen werden, ...
Hygiene-Tipp Januar 2025
Prüfen von flexiblen Endoskopen
01.01.2025
Ist es notwendig, flexible Endoskope der Klasse kritisch C, welche nach vorheriger Aufbereitung im RDG-E steril am Patienten zum Einsatz kommen (Zystoskope, Ureterorenoskope), ebenso wie Gastroskope, Bronchoskope oder Koloskope einmal jährlich einer mikrobiologischen Routinetestung zu unterziehen?
Hygiene-Tipp Dezember 2024
Wohin während der Operation niesen?
01.12.2024
Die Lehrmeinung besagt, dass man die Wunde beim Niesen anschauen soll, sodass eventuell austretende Tröpfchen nach hinten aus den nicht ganz dicht schließenden Rändern der Op- Maske entweichen. Diese These belegende Untersuchungen sind nicht bekannt. (https://www.deutschlandfunk.de/richtiges-verhalten-im-op-knigge-fuer-medizinstudenten-100.html)
Bereits 2007 kam eine experimentelle Untersuchung zu einem anderen Ergebnis (Granville-Chapman J, Dunne RL. Excuse me. BMJ. 2007, 22;335: 1293). Bei einem...
Hygiene-Tipp November 2024
Keine Masken mit Ohrbändern im OP
01.11.2024
Die DGKH hat sich in der Corona-Pandemie früh und wiederkehrend zur Problematik der Masken geäußert, insbesondere zum häufig fehlenden Dichtsitz. Inzwischen liegen weitere Untersuchungen vor, die zeigen, dass vor allem FFP2-Masken mit Ohrbändern sehr häufig keinen Dichtsitz erlauben, auch wenn sie nach entsprechenden Vorgaben (z. B. EN 149) getestet wurden.
Hygiene-Tipp Oktober 2024
Wo findet die chirurgische Händedesinfektion statt?
01.10.2024
Bei Krankenhausbauten in der Vergangenheit (z. B. in den 1980er Jahren) waren den OP-Sälen jeweils ein Einleitungsraum, ein Ausleitungsraum und ein Waschraum zugeordnet. Dahinter steckte die Vorstellung, dass man gleichzeitig Ein- und Ausleiten könne und somit weniger Wartezeiten hätte. Dieses Konzept scheiterte an mangelndem Anästhesiepersonal, sodass oft/meistens der Ausleitungsraum zu einem wilden Lager verkam. Außerdem hat die KRINKO vor einigen Jahren die Zahl der vorgeschriebenen chirurgischen Händewaschungen massiv reduziert, überwiegend auf einmal morgens
Hygiene-Tipp September 2024
Nosokomiale Infektionen – Zahlen
01.09.2024
Im Mai 2024 sind im Deutschen Ärzteblatt die Ergebnisse der letzten Punkt-Prävalenz-Erhebung 2022 nosokomialer Infektionen in Deutschland veröffentlicht worden. Danach lag die Prävalenz bei 4,9 %, davon im Erfassungshaus erworben waren 3,6 %. Die Anwendungsrate von Antibiotika lag bei 26,9 %. Die häufigsten nosokomialen Infektionen waren mit 23,5 % postoperative Wundinfektionen.
Hygiene-Tipp August 2024
Wie sind Explantate für Patienten aufzubereiten?
01.08.2024
Der Hersteller ist zunächst der Eigentümer jedes Implantats, durch dessen Verkauf er die Rechte an die medizinische Einrichtung überträgt, welche den operativen Eingriff vornimmt. Mit dem Einsetzen des Implantats geht dieses in das Eigentum des Patienten über (§ 90, § 947 II BGB). Im Zuge einer Trennung des Implantats (Explantation) vom menschlichen Körper bleibt das Explantat Eigentum des Patienten (§ 953 BGB)
Hygiene-Tipp Juni 2024
Achtung bei Wechsel der Händedesinfektionsmittel
01.06.2024
Händedesinfektionsmittel müssen in der VAH-Liste (Verbund für Angewandte Hygiene e.V.) gelistet sein.
Bei der hygienischen Händedesinfektion war es früher einfach, da praktisch alle Präparate eine Einwirkzeit von 30 Sekunden hatten. Dies entsprach auch der Praxis, dass bei gründlicher Verteilung (ca. 3 ml) und Verreibung es etwa 30 Sekunden dauert, bis die Hände trocken sind.
Hygiene-Tipp Mai 2024
Nagellack vor Operationen?
01.05.2024
Frage
Bei uns in der Klinik kam das Thema „Ist die Nagellackentfernung bei Patienten an Finger- und Fußnägeln sinnvoll?“ auf. Ist es ratsam, für Patienten zum Schutz vor einer Wundinfektion vor der OP Nagellack an Finger- und Fußnägeln zu entfernen?
Antwort
Der Berufsverband und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) weisen darauf hin, dass Patienten ohne Nagellack und ohne künstliche Fingernägel zur elektiven Operation erscheinen [1]. Blaue Finger können ein Anzeichen dafür sein, dass die Finger nicht mehr ausreichend durchblutet sind. Die Transparenz der Fingernägel wird zur Diagnose eines Sauerstoffmangels benötigt.
Hygiene-Tipp April 2024
Hygiene ist Chefsache
Hygienefehler sind meistens durch personelles Fehlverhalten bedingt. Für eine korrekte Hygiene ist entscheidend, dass der Chefarzt / die Chefärztin, die Oberärzte/Oberärztinnen sowie die Praxisinhaber selbst die geltenden Regeln umsetzen und von den Mitarbeitern einfordern. Die Leitungen haben Vorbildfunktion...
Hygiene Tipp Februar 2024
Abtrennung zwischen Waschbecken und Arbeitsfläche
01.02.2024
Anfrage:
Das Gesundheitsamt reklamiert in meiner Praxis eine fehlende Abtrennung zwischen dem Waschbecken und einer Arbeitsfläche. Außerdem wird reklamiert, dass das Wasser direkt in den Abfluss läuft. Ist das wirklich erforderlich?
Hygiene-Tipp Januar 2024
Assistenzhunde im Krankenhaus
29.01.2024
Was ist passiert?
Eine Patientin meldet sich beim Krankenhaus: Sie brauche einen OP-Termin und bringe ihren Assistenzhund mit. Antwort des Krankenhauses: Tiere im Krankenhaus sind nicht erlaubt.
Folgetag: Dicker Bericht in der lokalen Presse, dass das Krankenhaus der Patientin die Aufnahme verweigere und sich nicht an Recht und Gesetz halte.
Hygiene-Tipp Dezember 2023
Zugang zur OP-Abteilung
Der Zugang zur OP-Abteilung ist grundsätzlich geschlossen zu halten. Der Zugang sollte nur möglich sein für das OP-Personal über Schlüssel, Karten, Chips oder eine Ziffernkombination. „Alternativ“zugänge, z. B. über offene Ver- oder Entsorgungsräume, sind nicht erlaubt...
Hygiene-Tipp November 2023
Künstliche Wimpern im OP?
08.11.2023
Gelegentlich gibt es Diskussionen, ob im OP künstliche Wimpern erlaubt sind.
Laut DIN 10506 (Lebensmittelhygiene – Gemeinschaftsverpflegung, 2018) sind sie im Produktionsbereich von Küchen verboten.
Wahrscheinlich sind nur Insidern die Spezifika künstlicher Wimpern bekannt:
Es gibt zum einen Wimpernbänder, die auf die Augenlider aufgeklebt werden. Der Klebstoff dazu ist wasserlöslich, damit man die Bänder auch wieder leicht entfernen kann. Man trägt sie im allgemeinen anlassbezogen, also z.B. Ausgehen am Abend. Derartige künstliche Wimpern gibt es auch mit Magneten. Dabei werden die eigenen Wimpern zwischen zwei Magnetbänder (das obere mit den Kunstwimpern) eingeklemmt.
Hygiene-Tipp Oktober 2023
Wie lange dauert eine präoperative Hautantiseptik?
01.10.2023
Wir praktizieren das vor Jahren publizierte 3-Minuten-Modell. Die KRINKO macht keine Zeitangaben und verweist auf den Hersteller. Laut Hersteller wird bei dem von uns genutzten Hautantiseptikum eine Minute angegeben, bei talgdrüsenreicher Haut sind es 10 Minuten.
In Deutschland gelten die KRINKO-Empfehlungen als Stand der Wissenschaft. Die KRINKO-Empfehlung zur Prävention der postoperativen Wundinfektion (2018) macht folgende Vorgaben:
Hygiene-Tipp September 2023
Welche Kontrollen einer Sterilgutverpackung (Sterilbarrieresystem) sind vor der Operation notwendig?
01.09.2023
Vor der Operation sind verschiedene Kontrollen der Sterilgutverpackung notwendig, um sicherzustellen, dass das Instrument oder das medizinische Gerät, das darin enthalten ist, steril ist und somit keine Infektionsrisiken für den Patienten darstellt. Zu den Kontrollen gehören:
• Verfalldatum und Sterilgutlagerfrist: Überprüfen Sie die Verwendbarkeit anhand des Verfalldatums und der Sterilgutlagerfrist. Wenn das Datum abgelaufen ist, darf das Instrument oder das medizinische Gerät nicht verwendet werden. Verfalldatum ist das im Sinne des vom Hersteller angegebene Datum, bis zu dem eine gefahrlose Anwendung des Medizinprodukts nachweislich möglich ist; die Sterilgutlagerfrist bezieht sich auf das Sterilbarrieresystem und die angegebene Lagerzeit und kann davon abweichen.
Hygiene-Tipp August 2023
Freigabe aufbereiteter Medizinprodukte
Nach der KRINKO/BfArM-Empfehlung (2012) endet die Aufbereitung von Medizinprodukten mit der dokumentierten Freigabe zur Anwendung. Diese erfolgt auf der Basis der Übereinstimmung der bei der Aufbereitung jeweils ermittelten Prozessparameter mit denen der Validierungsberichte. Die im Rahmen der Aufbereitung erfassten Messwerte der Prozessparameter und die Freigabeentscheidung sind mit Bezug auf die freigebende Person und die Charge zu dokumentieren. Sie müssen belegen, dass der angewendete Aufbereitungsprozess gemäß den Standardarbeitsanweisungen unter Einhaltung der im Validierungsprotokoll niedergelegten Parameter erfolgt ist.
Hygiene-Tipp Dezember 2022
Welche Masken nach der Pandemie?
Während der Corona-Pandemie ist es durch die Hygienemaßnahmen, vor allem Masken tragen und Abstand halten, zu einer massiven Verminderung klassischer Infektionskrankheiten gekommen. 2020/21 gab es nur vereinzelte Grippe-Fälle...
Hygiene-Tipp November 2022
Müssen chirurgische Instrumente nach sechs Stunden aufbereitet werden?
Oder kann dieser Zeitraum länger sein?
Die gängige Praxis ist, dass chirurgische Instrumente innerhalb von maximal sechs Stunden nach Nutzung gereinigt und desinfiziert werden. Je länger Verschmutzungen antrocknen, desto schwieriger lassen sie sich entfernen. Lagern die Instrumente in dieser Zeit feucht im Entsorgungscontainer, kann das Antrocknen der Verschmutzungen verhindert werden, aber es kann zur Korrosion (z. B. Chlorid-Korrosion durch Blutreste) kommen.
Hygiene-Tipp Oktober 2022
Teilhabe am Arbeitsleben im OP erhalten
Nicht selten führen gesundheitliche Probleme, vor allem bei älteren Arbeitnehmer:innen zu Einschränkungen der Einsatzfähigkeit im OP. Folge kann Krankschreibung oder vorzeitige Rente sein. Es gibt aber auch MitarbeiterInnen, die gerne weiterarbeiten wollen...
Hygiene-Tipp September 2022
Was tun bei einem Ausfall der raumlufttechnischen Anlage (RLT-Anlage) im OP-Saal?
Sofern die RLT-Anlage intraoperativ durch technischen Defekt ausfällt, muss die laufende Operation zu Ende geführt werden. Sofern möglich, erfolgen weitere geplante Operationen in einem anderen OP-Saal mit funktionierender RLT-Anlage...
Hygiene-Tipp, Juni 2022
Verunreinigungen der Gewebe bei TAV-OP-Decken
Zum Erzielen einer turbulenzarmen Verdrängungsströmung (TAV) ist in OP- Sälen der Raumklasse Ia nach DIN 1946-4 über dem OP- Feld eine Gewebedecke montiert. Diese wird u.a. im Rahmen von endoprothetischen Operationen durch Blut bzw. Gewebespitzer kontaminiert. Häufig werden diese nur in größeren Zeitabständen durch Fachfirmen entfernt, obwohl auch Beschwerden von operierten Patienten über diese sichtbaren Kontaminationen existieren. Messungen haben ergeben, dass nach etwa 75 Minuten Trocknungszeit erste Bestandteile der Kontaminationen in das OP- Feld geblasen werden. Dann kann dort bereits schon die Operation des nächsten Patienten erfolgen..
Hygiene-Tipp, Mai 2022
Qualitätsanforderungen an Mund-Nasen-Schutz
Häufig kurieren im Internet Bilder von Operationsteams mit unter der Nase getragenem Mund-Nasen-Schutz (MNS) und sichtbaren Bärten. Kaum diskutiert wird dagegen das Problem von qualitativ schlechtem MNS. Es fehlt beispielsweise das CE-Kennzeichen. Manchmal ist sogar ausdrücklich vermerkt, dass die Maske keine Medizinische Maske ist und nicht für den Arbeitsschutz verwandt werden darf…
Hygiene-Tipp, April 2022
Aktuelles zu Händedesinfektionsmitteln
In Deutschland mussten bisher Haut- und Händedesinfektionsmittel Arzneimittel sein. Mit der Einführung des europäischen Biozidrechts werden nunmehr Händedesinfektionsmittel als Biozide reguliert und im Anhang V der Biozidverordnung der Produktart 1 („menschliche Hygiene“) innerhalb der Hauptgruppe 1 („Desinfektionsmittel“) zugeordnet...
Hygiene-Tipp, März 2022
Welche Temperaturen im OP-Saal?
Von den im OP-Saal tätigen Berufsgruppen wird die Raumtemperatur subjektiv unterschiedlich beurteilt (Matern et al, Dt. Ärztebl, 2006, 103, A3187). Über 30 % der Chirurgen beurteilen die Raumtemperatur als unangenehm (warm). Beim sonstigen Personal im OP sind das nur 20 %…
Hygiene-Tipp, Januar/Februar 2022
Einsatz von Ultraschallbecken bei der Instrumentenaufbereitung
Der Einsatz von Ultraschallbecken ist keine c onditio sine qua non. Sind die Instrumente nach der Aufbereitung optisch sauber und zeigt der Validierungsbericht des Aufbereitungsverfahrens keine erhöhten Proteinkontaminationen, gibt es keinen Grund zur zusätzlichen Vorreinigung benutzter Instrumente in Ultraschallbecken…
Hygiene-Tipp, Dezember 2021
Sekundärluftkühlgeräte – Risiken und Maßnahmen
Sekundärluftkühlgeräte (Umluftkühlgeräte) kommen zunehmend auch in Einrichtungen des Gesundheitswesens - wie Krankenhäusern, Arztpraxen oder Dialysezentren - zum Einsatz. Sie werden dort benötigt, wo sich hohe Temperaturen entwickeln (z.B. ständig eingeschaltete Sono-Geräte oder große Fensterfronten) oder wo viel Feuchtigkeit anfällt (z.B. in Aufbereitungsräumen mit RDGs und Sterilisatoren) und wo eine zentrale Klimaanlage zu teuer oder technisch nicht machbar ist…
Hygiene-Tipp, November 2021
OP-Abteilung oder Eingriffsraum?
Immer wieder stellt sich – gerade beim ambulanten Operieren – die Frage, ob man eine OP-Abteilung braucht oder ob ein Eingriffsraum reicht. Die Unterschiede sind gewaltig: Die OP-Abteilung muss vom restlichen Teil des Krankenhauses oder der Praxis abgeteilt sein, der Eingriffsraum kann an einem Flur liegen…
Hygiene-Tipp, Oktober 2021
Welche Kleidung soll der Patient im OP-Saal tragen?
25.10.2021
Die Entscheidung über den Grad der präoperativen Entkleidung des Patienten liegt beim jeweiligen Operateur. Die Kleidung des Patienten darf den Operateur nicht behindern und nicht selbst Infektionsquelle darstellen. Sie richtet sich nach der Größe des Op-Feldes, dem notwendigen Umfang der präoperativen Hautdesinfektion und der Art der Wund- und sonstigen Patientenabdeckung...
Hygiene-Tipp, September 2021
Vor der Anschaffung von Medizinprodukten der Kategorie „Semikritisch B“: Aufbereitung klären!
20.09.2021
Immer wieder tauchen nach der Anschaffung von Medizinprodukten der Kategorie „Semikritisch B“ Probleme bei der Aufbereitung auf. Beispiele für solche Medizinprodukte sind TEE-Sonden, intrakavitäre Ultraschall-Sonden, flexible Endoskope oder Video-Laryngoskope. Die von den Herstellern genannten manuellen Aufbereitungsverfahren durch alleiniges Abwischen sind unbefriedigend und in Deutschland nicht umsetzbar...
Hygiene-Tipp, Juli/August 2021
„Blickdiagnose“ der Hygiene im OP-Trakt
01.07.2021
Sichtbare Defekte an den Sterilverpackungen, die eine Rekontamination der Instrumente nach der Sterilisation verursachen können, führen stets zu einer Fehlerdiskussion. Die Asepsis ist gefährdet! Die Ursache muss erkannt und behoben werden…
Hygiene-Tipp, Juni 2021
Was sagt uns die „Reproduktionszahl“ einer Infektionskrankheit?
01.06.2021
Die Reproduktionszahl ist dank der COVID-19-Pandemie zu einer täglichen Maßzahl geworden. Sie beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.
Der Startwert R0 (Basisreproduktionszahl) beschreibt, wie viele Menschen durch einen Infizierten angesteckt werden…
Hygiene-Tipp, Mai 2021
Masken in der Medizin – eine kleine Geschichte
01.05.2021
Masken als Schutzmaßnahme wurden schon im Mittelalter eingesetzt. Sie waren oft aus Leder gefertigt und dienten – neben Mänteln und Handschuhen – als Schutz für die Ärzte bei der Behandlung von Infektionskranken, z.B. Pestkranken. Teilweise waren die Masken so gestaltet, dass sie Räucherrauch abgeben konnten, oft waren sie mit Kräutern und Flüssigkeiten gefüllt – wohl in erster Linie gedacht als Schutz gegen die einwirkenden Miasmen in der Luft, die als Überträger der Infektionen angesehen wurden ...
Hygiene-Tipp, April 2021
Neue Desinfektionsverfahren
01.04.2021
Das Verdampfen von wässriger Formaldehydlösung galt seit über 100 Jahren als wirksames Verfahren der Flächendesinfektion bei Infektionskrankheiten, bis das Verfahren durch die potenziell kanzerogene Wirkung des Wirkstoffs stark eingeschränkt wurde ...
Hygiene-Tipp, März 2021
Resistenzentwicklung von Bakterien gegen Desinfektionsmittel und Antiseptika
01.02.2021
Die Resistenzentwicklung von Bakterien gegenüber Antibiotika ist eine allgemein bekannte Tatsache. Modernes Antibiotic Stewardship fordert, Antibiotika – gezielt und in ausreichender Dosierung – nur dort einzusetzen, wo sie unverzichtbar sind ...
Hygiene-Tipp, Januar/Februar 2021
Welche Qualifikation braucht der Krankenhaushygieniker?
Die Umsetzung der Krankenhaushygiene-Verordnungen der Bundesländer fordert nach Ablauf der Übergangsregelungen von zahlreichen stationären, aber auch ambulanten Gesundheitseinrichtungen zwingend die Bestellung eines Krankenhaushygienikers...
Hygiene-Tipp, Dezember 2020
Berufskrankheiten durch Infektionen
01.12.2020
Im Gesundheitswesen können Infektionen nach der Berufskrankheiten-Ziffer BK 3101 („Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war“) anerkannt werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt gemeldete und anerkannte entsprechende Berufskrankheiten für das Jahr 2017 ...
Hygiene-Tipp, November 2020
Welche Qualifikation braucht der Krankenhaushygieniker
01.11.2020
Die Umsetzung der Krankenhaushygiene-Verordnungen der Bundesländer fordert nach Ablauf der Übergangsregelungen von zahlreichen stationären, aber auch ambulanten Gesundheitseinrichtungen zwingend die Bestellung eines Krankenhaushygienikers.
Hygiene-Tipp, Oktober 2020
Wasser und Abwasser
01.10.2020
Die KRINKO hat im März ihre „Anforderungen der Hygiene an abwasserführende Systeme in medizinischen Einrichtungen“ veröffentlicht. Betroffen sind unter anderem Waschbecken, WC-Becken, Duschbecken, Abflüsse von Badewannen, Speibecken in Dentaleinheiten, Ausgussbecken, Steckbeckenspüler und Abwasserabläufe in Küchen. Die wichtigsten Erreger im Abwasser sind Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter spp., Enterobacterales, Clostridioides difficile sowie Enterokokken.
Hygiene-Tipp, September 2020
Tröpfchen und Aerosole – (k)ein Widerspruch bei der Übertragung von COVID-19?
01.09.2020
Während der Covid-19-Pandemie wurde immer wieder über die Frage diskutiert, ob das SARS-CoV-2-Virus primär über Tröpfchen übertragen wird oder auch in erheblichem Umfang über Aerosole.
Hygiene-Tipp, August 2020
Meldepflichten nach Infektionsschutzgesetz
01.08.2020
In letzter Zeit sind durch den Gesetzgeber im § 6 des Infektionsschutzgesetzes mehrfach Veränderungen bei den Meldepflichten ...
Hygiene-Tipp, Juli 2020
Tabletts für die Blutabnahme
01.07.2020
Bei Begehungen auf Station sieht man nicht selten schmutzige, Blut-verschmierte oder inkorrekt zusammengestellte Tabletts, die zur Blutabnahme eingesetzt werden.
Hygiene-Tipp, Juni 2020
Speisen-Versorgungskonzepte
01.06.2020
Die Essensversorgung auf der Krankenhausstation erfolgt zunehmend über Zentralküchen im oder außerhalb des Krankenhauses. Die Zubereitung von Essen auf Station („Bütterchen schmieren“) ist obsolet, da dies nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.
Hygiene-Tipp, Mai 2020
Hygiene – darauf achtet der Patient!
01.05.2020
Die Patienten achten zunehmend auf das hygienische Vorgehen in Krankenhäusern und Arztpraxen. Viele hygienische und medizinische Situationen sind vom Patienten fachlich nicht zu beurteilen bzw. er erkennt die Problematik nicht. Bei anderen Gelegenheiten (z. B. Operation) ist eine Beobachtung des Patienten kaum möglich.
Hygiene-Tipp, Sondertipp 4 2020
Welches ist die richtige Prüfnorm für Gesichtsmasken?
15.04.2020
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Die nationalen Anforderungen an Atemschutzmasken und deren normative Prüfung sind so vielfältig, dass sie vom Nutzer häufig nicht mehr verstanden werden. In Europa existieren 3 verschiedene Anforderungen an filtrierende Halbmasken der Klassen FFP1,2 und 3 nach DIN EN 149. Hier wird der Schutz des Trägers geprüft. Dazu kommen weitere international geprüfte Atemschutzmasken. Auch hier geht es um den Personalschutz.
Hygiene-Tipp, Sondertipp 3 2020
Wiederaufbereitung von Atemschutzmasken (FFP)
15.04.2020
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Prinzipiell werden Atemschutzmasken seit Jahren als Einwegprodukte in Verkehr gebracht und nach Benutzung nicht aufbereitet. Der im Rahmen der COVID-19-Pandemie auftretende Mangel an Atemschutzmasken zwingt gegenwärtig viele Gesundheitseinrichtungen, diese Artikel mehrfach zu verwenden.
Hygiene-Tipp, Sondertipp 2
Wen schützt ein Mund-Nasen-Schutz?
06.04.2020
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In der aktuellen Diskussion über eine Masken-Tragepflicht werden unterschiedliche Ansichten vertreten, wer durch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) geschützt wird.
Hygiene-Tipp, April 2020
Invasive Pilzinfektionen durch Candida-Spezies
01.04.2020
© BillionPhotos.com - adobe.stock.com
In mikrobiologischen Proben werden relativ häufig Hefepilze der Spezies Candida nachgewiesen. In der Mehrzahl der Nachweise handelt es sich um Besiedlungen ohne eine klinische Relevanz. Candida-Nachweise in Trachealsekreten, Urinen und aus oberflächlichen Wundabstrichen sind in aller Regel klinisch irrelevant.
Hygiene-Tipp, Update 1 zum Sondertipp 2020
Benutzung von Masken bei Lieferengpässen – besser eine textile Maske aus Extraherstellung als überhaupt keine Maske
29.03.2020
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Aufgrund vieler Anfragen zum richtigen Einsatz von Masken und zum Umgang mit improvisierten Alternativen z. B. durch Eigenanfertigung nach Nähanleitung oder Angebote verschiedener Firmen oder Spender hatten wir vor einigen Tagen folgenden Hygienetipp zur Benutzung von Masken bei Lieferengpässen veröffentlicht:
Benutzung von Masken bei Lieferengpässen – besser eine textile Maske aus Extraherstellung als überhaupt keine Maske!
Hygiene-Tipp, März 2020
Händedesinfektion in nur 15 Sekunden?
21.03.2020
pixabay.com
Die aktuellen Materialien für den Aktionstag 2019 der „AKTION Saubere Hände“ empfehlen eine Einwirkzeit von nur noch 15 Sekunden (an Stelle bisher 30 Sekunden) für die hygienische Händedesinfektion unter Beibehaltung der Menge von mind. 3 ml Händedesinfektionsmittel. Die Wirksamkeit verschlechtert sich dabei anscheinend nicht.
Hygiene-Tipp, Sondertipp 2020
Benutzung von Masken bei Lieferengpässen - jede Maske hat mehr Schutzwirkung für Träger und Gegenüber als keine Maske
18.03.2020
NejroN/123rf.com
In der derzeitigen Situation kommt es in vielen Bereichen des Gesundheitswesens zu Lieferengpässen für FFP-Masken und Mund-Nasen-Schutz (MNS).
Da das Coronavirus laut RKI überwiegend über Tröpfchen übertragen wird, gilt:
Jede Maske hat mehr Schutzwirkung für Träger und Gegenüber als keine Maske!
Hygiene-Tipp, Februar 2020
Wechsel des Absaugschlauches bei endoskopischen Untersuchungen
In den letzten Jahren sind mehrfach nosokomiale Infektionen nach endoskopischen Untersuchungen unter Nutzung flexibler Endoskope publiziert worden. Meist wird eine insuffiziente Aufbereitung der Endoskope als ...
Hygiene-Tipp, Januar 2020
Arbeitskleidung für Studenten und PJler
02.01.2020
© chagin - adobe.stock.com
Häufig müssen Medizinstudenten und PJler in privater Kleidung im Krankenhaus arbeiten, allenfalls versorgt mit einem Arzt-Mantel. Dieser Kurztipp gibt eine Einschätzung hierzu auf Basis der relevanten Vorschriften...
Hygiene-Tipp, Dezember 2019
Patienten mit Clostridium difficile (CDI) / Clostridioides difficile -Infektionen
05.12.2019
2019 sind die neuen Empfehlungen zu Clostridium difficile (CDI) der KRINKO veröffentlicht, wobei der Keim jetzt Clostridioides difficile genannt wird. Die Empfehlungen betreffen nur CDI, die Toxine produzieren; nicht-Toxin-bildende Stämme sind apathogen ...
Hygiene-Tipp, November 2019
Keine Dusch-WCs in Krankenhäusern
15.11.2019
Nach Angaben von Herstellern nehmen auch in Deutschland Dusch-WCs („Washlets“) zu. Diese gibt es im deutschsprachigen Raum seit Jahrzehnten, in Asien findet man sie überall ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2019
Flächendesinfektion im Rettungsdienst während Hitzeperioden
17.10.2019
Hitzeperioden, die nun auch bei uns auftreten, führen zu Problemen bei der Flächendesinfektion im Krankentransport und Rettungsdienst. Extrem hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung heizen die Oberflächen in den Rettungsfahrzeugen stark auf. Folge sind Temperaturen der Oberflächen im Patientenraum von bis zu 40 Grad, selbst wenn das Fahrzeug nur kurz im Freien steht.
Hygiene-Tipp, März 2019
Verbandswechsel und Wundversorgung
25.03.2019
Im April 2018 erschien eine neue Empfehlung der KRINKO zur Prävention postoperativer Wundinfektionen. Detaillierte Aussagen zum postoperativen Verbandwechsel fehlen. Deshalb entstand dieser aktuelle Tipp:
Septische Wunden sind mit der gleichen hygienischen Sorgfalt zu behandeln wie aseptische Wunden. Bei der Verband-Visite ist die Reihenfolge aseptischer, möglicherweise infizierter septischen Wunden einzuhalten ...
Hygiene-Tipp, Februar 2019
Wundinfektionen, RLT-Anlagen und Disziplin
24.02.2019
Nachdem in letzter Zeit in einzelnen Veröffentlichungen behauptet wurde, dass bezüglich der Luftgüte Raumklasse Ia in OP-Sälen überhaupt nicht erforderlich ist, hat die DGKH hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht. Nachfolgend die wesentlichen Folgerungen daraus ...
Hygiene-Tipp, Januar 2019
Waschbecken als Quelle von Infektionen
25.01.2019
Siphons in Waschbecken enthalten grundsätzlich Biofilme, in denen Bakterien gut wachsen können. Daher findet man immer in Siphons typische Wasserkeime wie z. B. Pseudomonas aeruginosa. Dies ist auch der Grund, warum der Wasserstrahl aus dem Hahn nicht direkt in den Abfluss gerichtet sein soll, da es dann zu einer massiven Aerosolbildung kommen kann mit Verschleppung von potenziell pathogenen Keimen in die Luft sowie an Kleidung und Hände des Personals ..
Hygiene-Tipp, November 2018
Nachsorge von Stich- und Schnittverletzungen mit infektiösem Material
15.11.2018
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die Unfallkassen Berlin, Baden-Württemberg (UK BW), Nord (UK Nord) und Nordrhein-Westfalen (UK NRW) haben ein neues Konsenspapier erarbeitet. In diesem werden die Empfehlungen zu Sofortmaßnahmen und das weitere Nachsorgeprogramm nach Nadel-Stich-Verletzungen (NSV) im Hinblick auf die Serodiagnostik abgestimmt. Nach einer NSV muss sofort eine Risikoabschätzung vorgenommen werden ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2018
Anforderungen der Hygiene an die Anästhesie im OP
17.10.2018
Bei der Begehung von OP-Abteilungen fallen oft Verstöße gegen Grundregeln der Hygiene auf, z. B. bezüglich Kleiderordnung oder Händedesinfektion.
Dies betrifft ganz besonders häufig die Anästhesie, in der nicht selten Mitarbeiter im OP mit Schmuck anzutreffen sind ...
Hygiene-Tipp, September 2018
Prävention postoperativer Wundinfektionen – die neue KRINKO-Empfehlung von 2018
17.09.2018
Anfang 2018 ist die überarbeitete KRINKO-Empfehlung zur Verhütung postoperativer Wundinfektionen (Bundesgesundheitsblatt, 2018, 61, 448-473) erschienen. Sie löst sämtliche vorherigen OP-spezifischen Empfehlungen ab, auch jene zum Bau und auch die alte Empfehlung von 1997 zur Unterscheidung OP/Eingriffsraum. Die entsprechenden Empfehlungen sind von der RKI-Webseite genommen worden ...
Hygiene-Tipp, August 2018
Neue DIN 1946-4 erschienen – RLT-Anlagen
01.08.2018
Im Juni 2018 ist die DIN 1946-4 neu erschienen. Sie stellt die grundlegende technische Regel für raumlufttechnische Anlagen in Gebäuden und Räumen des Gesundheitswesens dar ...
Hygiene-Tipp, Juli 2018
Einmaltuchspendereimer
01.07.2018
Vor 10 bis 15 Jahren wurden von der Industrie Einmaltuchspendereimer auf den Markt gedrückt, die offensichtlich unzureichend erprobt waren. Insbesondere von der Pflege wurden die Produkte begeistert aufgenommen und haben zwischenzeitlich praktisch überall das alte System (offener Eimer mit Desinfektionsmittellösung und Mehrwegtücher) ersetzt ...
Hygiene-Tipp, Juni 2018
Händedesinfektionsmittel – Künftig auch Biozide möglich
01.06.2018
Bisher waren Händedesinfektionsmittel in Deutschland laut Gesetz Arzneimittel, womit man sich von fast allen anderen EU-Ländern unterschieden hat. Durch die europäische Biozidprodukte-Verordnung von 2013 wird sich dies in nächster Zeit sehr wahrscheinlich ändern. N-Propanol wurde auf europäischer Ebene auch für die Händedesinfektion eindeutig als Biozid eingeordnet. In Deutschland können Altpräparate weiterhin als Arzneimittel vermarktet werden. Biozide unterliegen bezüglich der hygienischen Sicherheit weniger strengen Auflagen als Arzneimittel.
Es ist damit zu rechnen, dass der Markt in Deutschland mit einer Fülle neuer Produkte überschwemmt wird. Weiterhin empfiehlt sich jedoch, dass nur VAH-gelistete Produkte eingesetzt werden. Daher sollte unbedingt mit Einkauf und Apotheke geklärt werden, dass Umstellungen von Produkten nur in Absprache mit der Krankenhaushygiene erfolgen.
Walter Popp, Klaus-Dieter Zastrow, Jürgen Gebel
Der Kurztipp gibt die Meinung der Autoren wieder.
Hygiene-Tipp, Mai 2018
Hygienisch korrekte Blutentnahme
01.05.2018
Zur Blutentnahme sind, soweit auf dem Markt erhältlich, „sichere“ Arbeitsgeräte zu benutzen. 2017 wurde durch das Landesarbeitsgericht Nürnberg (AZ. 7Sa231/16) ein Arzt, der dies in seiner Praxis nicht umsetzte und dessen Mitarbeiterin eine Hepatitis C erwarb, zu 150.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Ein Vakuumsystem (z. B. Vacutainer) erhöht im Allgemeinen die Sicherheit und führt zu weniger „Kleckern“ von Blut beim Umstecken von Röhrchen ...
Hygiene-Tipp, April 2018
Grippeimpfung Ja – aber ohne falsche Versprechungen
01.04.2018
Die Bereitschaft zur Grippeimpfung ist beim Krankenhauspersonal bekanntermaßen gering. Steigerungen können erreicht werden, wenn die Betriebsärzte über die Stationen gehen und die Impfung vor Ort durchführen ...
Hygiene-Tipp, März 2018
Impfstatus der Beschäftigten darf abgefragt werden
01.03.2018
Durch das Präventionsgesetz (2015) wurde ein neuer § 23a („Personenbezogene Daten über den Impf- und Serostatus von Beschäftigten“) in das Infektionsschutzgesetz (IfSG) eingefügt:
„Soweit es zur Erfüllung von Verpflichtungen aus § 23 Absatz 3 in Bezug auf Krankheiten, die durch Schutzimpfung verhütet werden können, erforderlich ist, darf der Arbeitgeber personenbezogene Daten eines Beschäftigten über dessen Impf- und Serostatus erheben, verarbeiten oder nutzen, um über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder über die Art und Weise einer Beschäftigung zu entscheiden. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des allgemeinen Datenschutzrechts." ...
Hygiene-Tipp, Februar 2018
Allergie auf Händedesinfektionsmittel?
01.02.2018
Die alkoholische Händedesinfektion ist so häufig wie nur möglich durchzuführen und sie führt normalerweise auch zu keinen Hautschäden. Es ist empfehlenswert darauf zu achten, dass Präparate eingesetzt werden, die frei von Parfümen sind, da diese Allergien auslösen können ...
Hygiene-Tipp, Januar 2018
Gute Vorsätze für 2018
01.01.2018
Wo liegen die häufigsten Fehler und Schwachstellen?
Bis heute wissen Ärzte und Pflegepersonal häufig nicht, dass die Händedesinfektion nur dann Erfolg hat, wenn die Hände über mindestens 30 Sekunden klatschnass sind. Trockene Hände gegeneinander zu reiben bringt nämlich nichts!
Hygiene-Tipp, Dezember 2017
Hygienepersonal fehlt noch in vielen Krankenhäusern
01.12.2017
Nach einer Antwort der Bundesregierung im Jahr 2017 verfügen immer noch viele Krankenhäuser über keinen Krankenhaushygieniker und sogar keine Hygienefachkraft ...
Hygiene-Tipp, November 2017
Lagerung von Speisen auf Station
01.11.2017
Auf vielen Krankenhausstationen sind oft – vor allem mittags – Patienten nicht anwesend, wenn das Essen ausgegeben wird. Dies ist meist auf gleichzeitig laufende Diagnostik zurückzuführen. Auf manchen Stationen betrifft dies bis zu 50 Prozent der Patienten. Fast alle Patienten möchten im Verlauf des Nachmittags, wenn sie zurück sind, ihr Essen noch zu sich nehmen ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2017
Wundspüllösungen müssen steril sein
01.10.2017
Sofern eine Wunde gespült werden soll, muss die Spüllösung steril sein. Sofern Leitungswasser benutzt wird, ist Erregerfreiheit mit einem z. B. auf eine Dusche aufgesetzten Sterilfilter (Durchlässigkeit < 0,2 µm) erreichbar...
Hygiene-Tipp, September 2017
Sterile Binden im OP
01.09.2017
Es gibt Berichte, dass die Verordnung von sterilen Binden im Rahmen des Sprechstundenbedarfs im OP durch die Prüfungsstelle der Vertragsärzte nicht akzeptiert wurde. Nach deren Meinung würden im OP keine sterilen Binden benötigt ..
Hygiene-Tipp, Juli 2017
Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Hautdesinfektionsmittel
01.07.2017
Zunehmend wird empfohlen, remanent wirksame Hautdesinfektionsmittel einzusetzen, z. B. im Rahmen der präoperativen Hautdesinfektion oder vor dem Legen eines zentralen Venenkatheters (ZVK)...
Hygiene-Tipp, Juni 2017
Medizinprodukte-Betreiberverordnung geändert
01.06.2017
Mit Beginn des Jahres 2017 wurde die Medizinprodukte-Betreiberverordnung geändert. Die Vorschrift, wonach die KRINKO/BfArM-Empfehlung umzusetzen ist, findet sich nicht mehr in § 4, sondern in § 8 der geänderten Verordnung ...
Hygiene-Tipp, April 2017
Aufbereitung ausgewählter semikritischer Medizinprodukte
01.04.2017
In letzter Zeit geraten zunehmend Medizinprodukte in den Fokus, die bisher von Seiten der Hygiene wenig oder nur unzureichend beachtet wurden. Dazu zählen beispielhaft Kontaktgläser und Tonometerköpfchen (Augenheilkunde), TEE-Sonden (Kardiologie), intrakavitäre Ultraschallsonden (Gynäkologie, Urologie, Proktologie) sowie HNO-Optiken. Im Allgemeinen werden diese Medizinprodukte der Risikostufe „semikritisch A“ zugeordnet, wobei bei manchen auf Grund der Probleme bei der Aufbereitung „semikritisch B“ naheliegend erscheint.
Hygiene-Tipp, März 2017
Defizite im OP
16.03.2017
Bei Begehungen des Referates für Gesundheit der Stadt München im Jahr 2013 wurde die Situation in den OP-Abteilungen (35 Krankenhäuser, 59 OP-Abteilungen) kritisch analysiert.
Dabei wurden vor allem folgende Defizite festgestellt ...
Hygiene-Tipp, Februar 2017
Speisenkühlung
01.02.2017
Immer wieder fällt bei Begehungen im Krankenhaus auf, dass Speisen ungekühlt – teilweise über Stunden – gelagert werden, weil die Patienten nicht auf Station sind. Dabei ist jedoch folgendes zu beachten ...
Hygiene-Tipp, Januar 2017
Krankenhaushygieniker – neue Kapazitätsvorgaben der KRINKO
01.01.2017
Im September 2016 erschien im Bundesgesundheitsblatt (2016, 59, 1183-1188) die neue KRINKO-Empfehlung „Zum Kapazitätsumfang für die Betreuung von Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen durch Krankenhaushygieniker/innen“. Mit dieser Empfehlung wird die 400-Betten-Grenze der 2009er Empfehlung aufgehoben, wonach ab 400 Betten ein hauptamtlicher Krankenhaushygieniker erforderlich sei. Stattdessen muss nun jedes Krankenhaus eine Bedarfsermittlung entsprechend den neuen Empfehlungen durchführen ...
Hygiene-Tipp, Dezember 2016
Keimarme Handschuhe und Handschuh-Desinfektion
01.12.2016
Häufig wird in Empfehlungen zur Hygiene das Tragen „keimarmer“ Handschuhe empfohlen. Allerdings ist der Begriff „keimarm“ in diesem Zusammenhang bisher nicht definiert.
In der neuen Empfehlung der KRINKO zur Händehygiene (2016) werden hierzu zumindest einige Ausführungen gemacht:
Danach sagt die Bezeichnung „keimarmer Handschuh“ nichts über die mikrobielle Unbedenklichkeit aus, weil die Qualität „keimarm“ bisher nicht geregelt ist. Die KRINKO sieht hier Aufgaben für künftige Normungsarbeiten und sieht den Begriff „keimarm“ gleichbedeutend mit „pathogenfrei“.
Hygiene-Tipp, November 2016
Ausbruchsprävention
01.11.2016
Das größte Ausbruchs-Desaster mit einem multiresistenten Keim in Deutschland ereignete sich ab 2010 an der Universitätsklinik Leipzig ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2016
Infektionsausbrüche durch Endoskope
27.10.2016
In den letzten Jahren wurde vermehrt über Ausbrüche mit multiresistenten Erregern berichtet, die auf Endoskope – vor allem Duodenoskope – zurückzuführen waren. Teilweise waren die Aufbereitungsprozesse (Reinigungs- und Desinfektionsgerät) defizitär, teilweise fanden sich Schäden in den Kanälen der Endoskope. Bei den Duodenoskopen zeigten sich insbesondere Probleme bei der Reinigung der Albarranhebel...
Hygiene-Tipp, September 2016
MRGN – Mehr screenen!
30.09.2016
In den letzten Jahren haben umfangreiche Maßnahmen gegen MRSA dazu geführt, dass die Ausbreitung von MRSA tendenziell abnimmt. Insbesondere jene Krankenhäuser, die ein generelles Aufnahme-Screening auf MRSA eingeführt haben, zeigen, dass bei ihnen die Zahl der nosokomialen Übertragungen absolut abnimmt. Die breiten Screening-Maßnahmen haben bewirkt, dass unter den stationären Patienten 1-2 % als MRSA-Träger detektiert werden, während in der allgemeinen Bevölkerung der Anteil maximal bei 0,5 % liegen dürfte.
Hygiene-Tipp, August 2016
Passion Chirurgie - Sonderausgabe 2016
01.08.2016
Der Hygiene-Tipp August steht ausschließlich Mitgliedern der DGKH zur Verfügung und ist nach Anmeldung im internen Bereich der DGKH zu finden.
Wir danken dem BDC für die freundliche Unterstützung.
Hygiene-Tipp, Juli 2016
Kittel oder Kasack?
01.07.2016
Eine Studie hat gezeigt, dass auf mehr als 60 Prozent aller Arztkittel und 65 Prozent der Kasacks des Pflegepersonals nosokomiale Infektionserreger nachgewiesen werden konnten. Kritisch sind immer die Taschen, der Bauchbereich und zu lange Ärmel. Deshalb ist es wichtig, dass täglich die Berufskleidung gewechselt wird. Dies geht nur, wenn sie – wie in deutschen Krankenhäusern – vom Arbeitgeber gestellt wird. Heute wird zunehmend darüber nachgedacht, ob aus Sicht der Infektionsprävention kurzärmlige Arztkleidung bevorzugt werden sollte. Ein wesentliches Argument dafür: Ärzte wechseln selten ihre Arztkittel täglich und daher stellen diese ein Risiko für ungehemmte Keimverbreitung dar.
Hygiene-Tipp, Juni 2016
Nachtabschaltung der RLT-Anlage
01.06.2016
Die DGKH hat Ende 2015 ihre neue „Krankenhaushygienische Leitlinie für die Planung, Ausführung und den Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen in Räumen des Gesundheitswesens“ veröffentlicht.
Darin werden auch Ausführungen zur Nachtabsenkung bzw. Nachtabschaltung von RLT-Anlagen gemacht: Abweichend von der DIN 1946-4: 2008 ist auch für OP-Räume eine vollständige Anlagen-Abschaltung aus hygienischer Sicht möglich ...
Hygiene-Tipp, Mai 2016
MRGN-Bakterien in Siphons und Toiletten
01.05.2016
In letzter Zeit wurde mehrfach über Ausbrüche mit MRGN-Bakterien berichtet, die auf kontaminierte Siphons in Patientenzimmern zurückgeführt werden konnten. Dabei waren teilweise nicht nur die Siphons bzw. das in ihnen stehende Wasser kontaminiert, sondern auch die abführenden Wasserrohre ...
Hygiene-Tipp, April 2016
Infusionen und Spritzen
01.04.2016
Umgang mit Entnahme- und Zuspritz-Spikes: Medikamente für Injektionen/Infusionen müssen unmittelbar vor der Anwendung, maximal jedoch eine Stunde vor Einsatz am Patienten, aufgezogen bzw. gerichtet werden. Zur Dokumentation sollten die Spritzen/Infusionen mit Datum und Uhrzeit beschriftet werden. Dabei ist einheitlich zu regeln, ob das Herstellungs- oder das Ablaufdatum dokumentiert wird oder beides ...
Hygiene-Tipp, März 2016
Reinigungs-Desinfektionsgerät für Steckbecken
01.03.2016
Standard ist die Aufbereitung von Steckbecken und Urinflaschen im Reinigungs-Desinfektionsgerät für Steckbecken. Hierbei ist zwischen Reinigungs-Desinfektionsgeräten (RDG) für Steckbecken mit rein thermischer – mit einem typgeprüften Gerät entsprechend DIN EN ISO 15 883 Teil 3 – oder mit einer chemothermischen Desinfektion zu unterscheiden. Das RDG muss entsprechend Herstellerangaben i. d. R. einmal pro Jahr einer Wartung unterzogen werden. Erst im Anschluss an die Wartung soll die Leistungsüberprüfung erfolgen. Auf diese Weise wird auch die Qualität der Wartung geprüft ...
Hygiene-Tipp, Februar 2016
Basishygiene
01.02.2016
Im Oktober 2015 wurden die Empfehlungen der KRINKO zu den Maßnahmen der Basishygiene im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht. Es folgt eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Basishygiene-Maßnahmen – ergänzt um einige weitere Vorschläge. Die Maßnahmen der Basishygiene sollten unbedingt Gegenstand jeden Hygieneplans sein ...
Hygiene-Tipp, Januar 2016
Krankenhausinfektionen – ein medizinisches, soziales und ökonomisches Problem
01.01.2016
Jährlich werden in Deutschland 18 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Mit ca. 900.000 Krankenhausinfektionen ist die nosokomiale Infektion (Krankenhausinfektion) die mit großem Abstand häufigste Infektionskrankheit in Deutschland und fordert die meisten Todesopfer – mehr als der Straßenverkehr. Diese Zahlen sind seit langer Zeit bekannt. Dennoch werden Krankenhausinfektionen nicht annähernd so intensiv bekämpft wie die meldepflichtigen Erkrankungen gemäß Infektionsschutzgesetz.
Der Tipp gibt die Meinung der Autoren wieder.
Hygiene-Tipp, Dezember 2015
Letales Risiko durch nosokomiale Infektionen
01.12.2015
In den 1970er Jahren starben in Deutschland über 20.000 Menschen pro Jahr durch Unfälle im Straßenverkehr. Seitdem wurden viele Maßnahmen ergriffen, um diese Zahl zu senken: Geschwindigkeitsbeschränkungen, Führerschein auf Probe, technische Maßnahmen an den Fahrzeugen usw. Heute liegt die Zahl der Verkehrstoten unter 4.000 pro Jahr.
Hygiene-Tipp, Oktober 2015
Gestaltung von Umkleideräumen
01.10.2015
Die Lage und Größe der Umkleideräume ist der Organisation (Anzahl der Mitarbeiter und Anforderungen) des Hauses entsprechend zu wählen und auch konsequent zu nutzen.
Den Umkleideräumen sollte eine Toilette zugeordnet sein. Leicht erreichbare Duschen sind ebenfalls erforderlich. An die Ausstattung der Umkleideräume werden folgende Anforderungen gestellt: Garderobenschränke (Trennung von benutzter Berufskleidung, sauberer Berufskleidung und persönlicher Kleidung), Handwaschbecken mit Seifen-, Desinfektionsmittel- und Handtuchspender sowie Einrichtungen für das Sammeln der Berufskleidung.
W. Popp, K.-D. Zastrow
Der Hygiene-Tipp gibt die Meinung der Autoren wieder.
Hygiene-Tipp, September 2015
Perioperative Antibiotikaprophylaxe
01.09.2015
Für die Wirksamkeit perioperativer Antibiotikagaben zur Verhütung postoperativer Wundinfektionen liegen sehr gute Daten vor. Dabei sind jedoch einige Dinge zu beachten, um bei maximalem Effekt Nebenwirkungen und Resistenzentwicklungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren ...
Hygiene-Tipp, August 2015
Postoperative Wundinfektionen in der Schweiz
01.08.2015
2014 hat Swissnoso die aktuellen postoperativen Wundinfektionsraten in der Schweiz veröffentlicht
Hygiene-Tipp, Juli 2015
Schutzkittel bei medizinischen und pflegerischen Tätigkeiten sowie bei Barrieremaßnahmen und Isolierungen
01.07.2015
Siehe Empfehlung der Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege / Rehabilitation”
Hygiene-Tipp, Mai 2015
Händetrocknung – Einmalhandtücher sind der Trocknung mit Gebläsen deutlich überlegen
01.05.2015
Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass nach dem Händewaschen die Trocknung mit Einmalhandtüchern schneller und gründlicher ist als mit Gebläsetrocknern. Nicht selten wird bei Einsatz von Gebläsetrocknern die Trocknung vorzeitig abgebrochen, sodass Hautschäden an noch feuchten Händen resultieren können, wenn direkt danach Handschuhe angezogen werden ...
Hygiene-Tipp, April 2015
Clostridium difficile - ein Problemerreger mit zunehmendem Potential
01.04.2015
Eine gravierende Nebenwirkung vieler antibiotischer Therapien, die sowohl den einzelnen Patienten als auch dessen Umgebung schwer beeinträchtigen kann, ist die Infektion mit toxinbildenden Clostridium difficile Stämmen. Die Erkrankung kann zu schweren Verläufen (pseudomembranöse Colitis, toxisches Megacolon) mit der Notwendigkeit chirurgischer Intervention führen ...
Hygiene-Tipp, März 2015
Aufbereitung von Medizinprodukten - Behördliche Überwachung
01.03.2015
Zunehmend wird durch staatliche Stellen die Aufbereitung von Medizinprodukten überwacht. Dabei gilt es (z. B. gestützt auf die nordrhein-westfälischen Ausführungsregelungen) folgendes zu beachten ...
Hygiene-Tipp, Februar 2015
Einstufung von Medizinprodukten
01.02.2015
Nach geltendem Medizinprodukterecht müssen im Krankenhaus und auch in der Arztpraxis alle Medizinprodukte in jeweils eine Kategorie eingestuft werden. Die Einstufung muss schriftlich erfolgen. Aus dieser Einstufung ergeben sich Anforderungen hinsichtlich der Aufbereitung (Reinigung, Desinfektion, ggfs. Sterilisation), die einzuhalten sind ...
Hygiene-Tipp, Januar 2015
Tragen von Kopftüchern im Gesundheitswesen
05.01.2015
Gelegentlich wird – insbesondere von muslimischen Mitarbeiterinnen – der Wunsch geäußert, bei der Arbeit ein Kopftuch zu tragen. Das Tragen von Kopftüchern und anderen Kopfbedeckungen auch bei der direkten Arbeit am Krankenbett verursacht grundsätzlich keine hygienischen Probleme.
Hygiene-Tipp, Dezember 2014
Multiresistente Erreger - Verlust mindestens 8.000 Euro pro Fall
01.12.2014
Schon eine frühere Studie aus den Vivantes Kliniken zeigte massive finanzielle Einbußen der Krankenhäuser bei der Behandlung von MRE-Patienten im deutschen DRG-System. Die Daten werden nunmehr untermauert durch Auswertungen der InEK-Daten durch Prof. Kersting und Kollegen aus dem IGES-Institut: Danach werden immerhin 3,1 % der Patienten mit einer MRE-spezifischen OPS abgerechnet. Zusätzliche Kosten entstehen vor allem durch Isolierung, Medikamenteneinsatz und längere Liegezeiten ...
Hygiene-Tipp, November 2014
Nosokomiale Infektionen beim ambulanten Operieren erfassen
01.11.2014
Auch in Praxen für ambulantes Operieren sind nosokomiale Infektionen aufzuzeichnen, zu bewerten und Rückschlüsse daraus zu ziehen. Als nosokomiale Infektionen kommen im Allgemeinen nur Wundinfektionen in Betracht. Da in vielen Praxen die Zahl möglicher Indikator-Operationen, auf die man sich beschränken könnte, zu klein ist, sollte man sich im Allgemeinen auf die Gesamtheit aller Operationen beziehen, die jährlich zu ermitteln ist ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2014
Schmuck und Fingernägel
01.10.2014
Im April 2014 ist die Neufassung der TRBA 250 (Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe) erschienen. In ihr heißt es in Kapitel 4.1.7 „Schmuck und Fingernägel“ ...
Hygiene-Tipp, September 2014
Begriffe steril und desinfiziert - nicht selten falsch verwendet
01.09.2014
Immer wieder werden die Begriffe „steril“ und „desinfiziert“ falsch verwendet. In Gerichtsverfahren kann das den Verdacht nahelegen, dass diese Basis-Begriffe nicht bekannt sind ...
Hygiene-Tipp, August 2014
Auswahl des Flächendesinfektionsmittels
01.08.2014
Flächendesinfektionsmittel müssen immer wirksam sein. Bei einigen Erregern können Probleme auftreten, so dass darauf geachtet werden muss, dass das eingesetzte Flächendesinfektionsmittel auch wirksam ist ...
Hygiene-Tipp, Juli 2014
Häufigkeit von multiresistenten Erregern
01.07.2014
Seit einigen Jahren stagniert die Zahl der MRSA-Infektionen in Deutschland. Dies ist wahrscheinlich auf die in vielen Krankenhäusern gut etablierten Hygienemaßnahmen zurückzuführen. Auch sind Sanierungsmaßnahmen bei MRSA-Trägern in gut 60 % erfolgreich. Derzeit sind 1,5 bis 2 % der stationären Patienten MRSA-Träger, im Bereich der niedergelassenen Ärzte sind es maximal 0,5 % ...
Hygiene-Tipp, Juni 2014
Hygieneposter für Klinik und Praxis
01.06.2014
Schriftliche Hygienetipps sind schön und gut. Oft einprägsamer sind aber Bilder oder Grafiken, die kurz und prägnant Arbeitsabläufe und richtiges Vorgehen zeigen. Deshalb erhalten Sie dieses Mal Zugriff auf vier Poster des Universitätsklinikums Essen, die beliebig benutzt, ausgedruckt und (eventuell laminiert) aufgehängt werden können. Insbesondere die Anweisung zum An- und Ablegen von Schutzkleidung ist auch hilfreich für Besucher von isolierten Patienten, die so viel besser als mit Worten sehen können, wie sie sich zu verhalten haben ...
Poster - Schutzkleidung anlegen
Poster - Legen peripherer Verweilkanuelen
Poster - Handhygienevorschriften
Poster - Fünf Desinfektionssituationen
Hygiene-Tipp, Mai 2014
Patientenschutz beim Legen peripherer Venenkatheter
Die primäre Sepsis zählt zu den häufigsten nosokomialen Infektionen. Durchschnittlich 0.3 % der stationär behandelten Patienten sind betroffen ...
Hygiene-Tipp, April 2014
Vorgehen bei Mitarbeitern mit Allergien auf Händedesinfektionsmittel
02.04.2014
Gelegentlich klagen Mitarbeiter über entzündliche Hautveränderungen und Rötungen, die sie auf den Einsatz von Händedesinfektionsmitteln zurückführen.
Hygiene-Tipp, März 2014
Händehygiene - Führungsverhalten und Spender-Standort sind entscheidend
01.03.2014
Zwei neue Publikationen zeigen, dass die Compliance mit der Händedesinfektion ganz entscheidend von der Führungsfigur und dem Standort des Spenders abhängen ...
Hygiene-Tipp, Februar 2014
Automatische Händedesinfektionsmittelspender
01.02.2014
In vielen Krankenhäusern und Altenpflegeheimen besteht der Wunsch, automatische Händedesinfektionsmittelspender im Eingangsbereich der Häuser bzw. von Stationen aufzustellen ...
Hygiene-Tipp, Januar 2014
Zubereitung von Injektionslösungen
05.01.2014
Die Zubereitung von Injektionslösungen hat stets auf einer desinfizierten Arbeitsfläche stattzufinden. Falls ein Waschbecken vorhanden ist, soll dies mindestens einen Meter entfernt und durch einen Spritzschutz von der reinen ...
Hygiene-Tipp, Dezember 2013
Reinigung von Gardinen und Vorhängen
01.12.2013
Gardinen sowie Sichtschutz- und Duschvorhänge können durch Hand- oder Körperkontakt kontaminiert sein...
Hygiene-Tipp, November 2013
Hygienemaßnahmen bei der Gelenkpunktion
01.11.2013
Gemäß Empfehlungen der KRINKO (2000) sind Gelenk- und Knochenoperationen sowie arthroskopische Untersuchungen und Eingriffe als „Operationen in nicht kontaminierter Region“ zu bewerten und daher in einem OP unter aseptischen Kautelen durchzuführen (vor jedem Eingriff chirurgische Händedesinfektion, frischer steriler OP-Kittel, neue sterile OP-Handschuhe, neuer Mund-/Nasenschutz) ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2013
Planung und Abnahme von RLT-Anlagen für OP-Räume
01.10.2013
Die DIN 1946-4 regelt Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) im Gesundheitswesen. Die letzte Fassung von 2008 wurde wegen verschiedener Regelungen kritisiert, gleichwohl gilt sie als Stand der Technik und sollte insbesondere bei Neubaumaßnahmen Beachtung finden ...
Hygiene-Tipp, September 2013
Darf der Operateur den OP während der Operation verlassen – welche Hygienemaßnahmen sind erforderlich?
01.09.2013
Das OP-Team trägt sterile OP-Mäntel und sterile OP-Handschuhe. Kommt es während der Operation zur Kontamination des Operationskittels, des Sterilfeldes oder der Operationshandschuhe, werden Kittel bzw. Handschuhe gewechselt bzw. das Operationsfeld neu abgedeckt, unsteril gewordene Instrumente werden gewechselt (RKI, 2007) ...
Hygiene-Tipp, August 2013
Wasserstoffperoxid-Verneblung
01.08.2013
Im anglo-amerikanischen Raum wurden in den letzten Jahren viele Berichte über den Erfolg einer Wasserstoffperoxid-Verneblung zur Desinfektion publiziert. Inzwischen in Deutschland vorliegende Erfahrungen weisen auf diverse Probleme hin, die vor Einsatz dieser Systeme bedacht werden sollten
Hygiene-Tipp, Juni 2013
Leitfaden zu Organisation und Hygienemanagement in der Arztpraxis (Struktur- und Prozessqualität)
AG Praxishygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene
Die Situation in der niedergelassenen, hausärztlichen Praxis gestaltet sich immer anspruchsvoller.
Hygiene-Tipp, Mai 2013
Was zuerst – Steriler Kittel oder präoperative Hautantiseptik?
01.05.2013
In der Praxis wird die präoperative Hautdesinfektion sowohl mit als auch ohne angelegtem sterilen OP-Kittel durchgeführt.
Zum Ablauf gibt es keine Vorgaben, auch nicht der RKI. Dennoch sollte der hygienisch korrekte Ablauf im Hygieneplan festgelegt werden...
Hygiene-Tipp, April 2013
Maßnahmen zur Minimierung des Risikos einer Übertragung der CJK/vCJK durch Medizinprodukte
02.04.2013
In der neuen Empfehlung der Krankenhaushygienekommission (KRINKO) des RKI zu Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten werden detaillierte Angaben zum Verhalten bezüglich CJK/vCJK-Risiko gemacht ...
Hygiene-Tipp, März 2013
Freistellung von Hygienebeauftragten
01.03.2013
Nach einer – inzwischen verbindlichen – Empfehlung der Krankenhaushygienekommission des RKI (KRINKO) aus dem Jahr 2009 müssen Krankenhäuser sowie Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken über Hygienebeauftragte Ärzte verfügen...
Hygiene-Tipp, Februar 2013
Hygiene bei Punktionen und Injektionen
01.02.2013
Nach den verbindlichen Empfehlungen der Krankenhaushygiene-Kommission des RKI sind bei Injektionen und Punktionen u. a. folgende Maßgaben zu beachten ...
Hygiene-Tipp, Januar 2013
Braucht eine private Praxisklinik einen hygienebeauftragten Arzt?
04.01.2013
Seit August 2011 sind durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes die KRINKO-Empfehlungen des RKI verbindlich. Die relevante KRINKO-Empfehlung aus dem Jahr 2009 (Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen) macht definitiv Aussagen zu Hygienebeauftragten Ärzten in Krankenhäusern; die Übertragbarkeit auf ambulante Bereiche oder Praxiskliniken ergibt sich aus dem Text nicht eindeutig. Insofern sind als weitere Quelle die entsprechenden Landeshygieneverordnungen heranzuziehen...
Hygiene-Tipp, November 2012
Fortbildungspflicht in der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
01.11.2012
Es ist davon auszugehen, dass bei Klagen wegen vorgebrachter Hygiene-Mängel verstärkt auch auf die regelmäßige Fortbildung des Personals geachtet wird...
Hygiene-Tipp, Oktober 2012
Desinfektion talgdrüsenreicher Haut
01.10.2012
Die Desinfektion talgdrüsenreicher Hautregionen benötigt längere Einwirkzeiten als die Desinfektion talgdrüsenarmer Regionen, um eine ausreichende Reduktion der residenten Flora zu erreichen. In talgdrüsenarmer Haut finden sich im Mittel 100 Talgdrüsen pro cm², in talgdrüsenreicher Haut 400 bis 900...
Hygiene-Tipp, September 2012
Einmaltuchspender
01.09.2012
Im medizinischen Bereich werden zunehmend statt der üblichen Eimer mit Desinfektionsmittellösung mit Einmaltüchern fertig bestückte Eimer eingesetzt, die nur noch mit dem Desinfektionsmittel befüllt werden müssen. Dies wird vom Personal als wesentlich angenehmer empfunden, da ...
Hygiene-Tipp, Juli/August 2012
Pertussisimpfung bei Erwachsenen
01.07.2012
© seedo / pixelio.de
Seit 2009 empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut (RKI) eine einmalige Pertussisimpfung für Erwachsene als Kombination bei der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus/Diphterie.
Ursächlich für diese Empfehlung ist ein deutlicher Anstieg der Keuchhustenfälle bei Erwachsenen sowohl in den USA als auch in Europa in den Jahren vor 2009. Auch wenn im Allgemeinen der Verlauf von Pertussis bei Erwachsenen milde ist, kommt es häufig zu langdauernden Hustenattacken über viele Wochen. Gelegentlich sind schwere Komplikationen wie ...
Hygiene-Tipp, Juni 2012
Aufbereitung von Medizinprodukten – Was ist eigentlich der A0-Wert?
01.06.2012
In der Norm EN DIN ISO 15883-1 wird der Begriff A0 eingeführt: Dieser ist ein Maßstab für die Abtötung von Mikroorganismen in Desinfektionsverfahren mit feuchter Hitze. Dieser Wert wird heute benutzt, um bei der thermischen Desinfektion in den maschinellen Desinfektionsverfahren und -geräten, also bei RDG (Reinigungs-Desinfektions-Geräte) für chirurgische Instrumente und für Steckbecken, die benötigte Menge an feuchter Hitze festzulegen ...
Hygiene-Tipp, Mai 2012
Trinkbrunnen und Water-Cooler
01.05.2012
In Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen werden oft Trinkbrunnen oder ähnliche Angebote für Patienten zur Verfügung gestellt. Gründe hierfür sind der Wunsch nach einer höheren Patientenzufriedenheit sowie der Wegfall des Transportes von Wasserkästen...
Hygiene-Tipp, April 2012
MRSA abrechnen – jetzt ambulant möglich
29.03.2012
Im Jahr 2011 wurden im Rahmen der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auch die Möglichkeiten zur ambulanten Abrechnung von Leistungen bei MRSA-Patienten geschaffen. Ende Januar 2012 wurden die EBM-Ziffern veröffentlicht, nach denen nun auch niedergelassene Ärzte bei der Versorgung von MRSA-Patienten Abrechnungsmöglichkeiten haben ...
Hygiene-Tipp, März 2012
Handschuhe
28.02.2012
Handschuhe sollen immer dann getragen werden, wenn ein Kontakt mit Blut, Sekreten oder kontaminierten Gegenständen anzunehmen ist (immer bei Blutentnahme!). Zwischen verschiedenen Patienten müssen Handschuhe gewechselt werden. Der Handschuhwechsel ist auch zwischen verschiedenen Tätigkeiten an einem Patienten erforderlich, insbesondere wenn von unreinen Tätigkeiten zu reinen gewechselt wird ...
Hygiene-Tipp, Februar 2012
Wie viele nosokomiale Infektionen können verhindert werden?
01.02.2012
Immer wieder wird behauptet, dass 20 bis 30% der Krankenhausinfektionen vermeidbar seien. Tatsächlich stützen sich diese Angaben überwiegend auf alte Untersuchungen: So konnten bei der Senic-Studie in den USA, bei der vermehrt Hygienefachpersonal eingesetzt wurde, etwa 30% der Infektionen verhütet werden und bei der NIDEP-2-Studie in den 90er Jahren in Deutschland etwa ein Viertel der Infektionen...
Hygiene-Tipp, Januar 2012
Mehr Einbettzimmer bei Um- und Neubauten
01.01.2012
Durch den Anstieg multiresistenter Erreger nimmt die Notwendigkeit der Isolierung von Patienten immer mehr zu. Allerdings werden in Neubauten derzeit wieder 3-Bett-Zimmer geschaffen, damit die Einzel- und Zweibettzimmer über die Privatkrankenkassen abgerechnet werden können. Dies ist eine unerträgliche Entwicklung, die bauliche Verhältnisse für Jahrzehnte zementiert...
Hygiene-Tipp der DGKH, Dezember 2011
Hygienebeauftragte
01.12.2011
Nach der neuen Hygienegesetzgebung des Bundes wird die Umsetzung der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) nunmehr verbindlich. In einer Empfehlung des RKI aus dem Jahr 2009 wird die Bestellung von Hygienebeauftragten Ärzten und Pflegekräften vorgegeben... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Oktober 2011
Sichere Arbeitsschuhe
01.10.2011
Viele Arbeitsunfälle passieren durch ungeeignetes Schuhwerk. Bei der Auswahl sollten daher einige Kriterien beachtet werden:
- (vorn) geschlossener Schuh Fersenkappe geschlossen und fest gut profilierte Sohle (rutschhemmend) mit großflächigen Auftritt regulierbar Spannweite bequemes Fußbett dämpfende Sohle flacher Absatz gute klimatisiert
Hygiene-Tipp der DGKH, September 2011
Mund-Nasen-Schutz
01.09.2011
Dass im Operationssaal Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen ist, ist allgemein bekannt. Dazu präzisiert die Krankenhaushygiene-Kommission (KRINKO) am RKI (2000, 2007) ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, August 2011
Infektionsschutzänderungsgesetz
01.08.2011
Noch in diesem Jahr wird das Infektionsschutzänderungsgesetz in Kraft treten, das Bundestag und Bundesrat passiert hat. Es wird zu einigen wesentlichen Veränderungen im Bereich der Hygiene führen ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Juli 2011
Verbände aus Sicht der Hygiene – Verbandwechsel
01.07.2011
Die postoperative Wundinfektion ist eine der häufigsten nosokomialen Infektionen. Während in der Vergangenheit die meisten Infektionen im OP gesetzt wurden, gewinnt der Verbandwechsel immer mehr an Bedeutung ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Mai & Juni 2011
Honig zur Wundbehandlung
01.05.2011
In den Medien wird Honig immer wieder für die Wundtherapie beworben und eine wundreinigende und antibakterielle Wirkung postuliert.
Schon im alten Ägypten war bekannt, dass Honig Wunden reinigt. Ursächlich dafür ist die hohe Zuckerkonzentration des Honigs (etwa 85 % Fructose und Glucose). Diese zieht osmotisch Flüssigkeit aus dem umgebenden Gewebe, verringert so Wundödeme und unterstützt die autolytische Wundreinigung durch vermehrte Exsudatbildung, außerdem werden Zelltrümmer und Bakterien aus der Wunde geschwemmt.
Die mikrobiologische Wirksamkeit des Honigs kann je nach Herkunft (Bienenvolk, Trachtpflanzen) und Verarbeitung stark schwanken. Ursächlich hierfür sind der daraus resultierende unterschiedliche Gehalt an antibakteriell wirksamen Bestandteilen ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, April 2011
Zucker zur Wundbehandlung
01.04.2011
Seit Jahrzehnten ist die Fähigkeit von Glucose und Saccharose zur Wundreinigung bekannt. Fallberichte und auch Untersuchungen zeigen den wundreinigenden Effekt von Zuckerzubereitungen insbesondere bei infizierten, übel riechenden Wunden. Da Zucker ein Lebensmittel ist, verbietet sich das Einstreuen von losem Zucker in Wunden – auch als „alternativer Therapieversuch“... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, März 2011
Darf man Zitronensaft in sterile Körperhöhlen oder Wunden geben?
01.03.2011
Die Antwort lässt sich formal und inhaltlich geben:
Gemäß der Monographie „Spüllösungen“ des Europäischen Arzneibuchs müssen Wundspüllösungen steril und pyrogenfrei sein. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Februar 2011
Infektionserreger in Wäsche
01.02.2011
Das Infektionsrisiko, das von Wäsche ausgeht, hängt davon ab, ob die Erreger auf trockener Wäsche längere Zeit überleben können und ob die Wäsche feucht und mit erregerhaltigem Material verschmutzt ist. Es gibt nur wenige Erreger, für die der Nachweis erbracht wurde, dass sie auf trockener Wäsche überleben, wie zum Beispiel MRSA und Sporen von Pilzen. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Januar 2011
Der Kühlschrank in Krankenhaus und Praxis
01.01.2011
Jeder Kühlschrank, der zur Lagerung von Medikamenten oder Lebensmitteln verwendet wird, muss mit einem Thermometer ausgestattet sein. Wegen des meist vorhandenen Temperaturgefälles sollte die Temperaturmessung am besten im oberen, etwas wärmeren Bereich des gefüllten Kühlschranks erfolgen. Die Temperatur sollte täglich abgelesen und dokumentiert werden. Sie sollte zwischen 2° C und 8° C liegen. Die zu ergreifenden Maßnahmen bei Unter- oder Überschreitung der Temperatur sollten festgelegt sein (z. B. Wegwerfen von Medikamenten). weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Dezember 2010
Jährlicher interner Praxis-Check Hygiene
01.12.2010
Einmal jährlich sollte eine Begehung der eigenen Praxis erfolgen mit dem Schwergewicht auf Hygiene. Teilnehmen sollten auch die Hygienebeauftragten, soweit vorhanden. Ergebnisse, Folgerungen und Umsetzung sollten dokumentiert werden. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, November 2010
Wasseruntersuchungen
01.11.2010
Auch in Einrichtungen für ambulantes Operieren sind jährliche Wasseruntersuchungen erforderlich. Die Gesundheitsämter sind nach § 37 Infektionsschutzgesetz und § 14 Trinkwasser-Verordnung befugt, hierzu konkrete Vorgaben zu machen, die auf Kosten des Betreibers umzusetzen sind. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Oktober 2010
MRSA-Infektion als Berufskrankheit
01.10.2010
Der Anteil von MRSA an allen Staphylococcus aureus-Isolaten liegt derzeit in Deuschland bei über 20 % und ist seit 1991 dramatisch angestiegen. Verschiedene aktuelle Erhebungen (Höxter, Münster, München, Siegen-Wittgenstein) der letzten Monate zeigen, dass im stationären Patientengut mindestens 1-2 % der Patienten MRSA-Träger sind ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, September 2010
Berufskrankheiten bei Mitarbeitern
01.09.2010
Jeder Arzt – und Unternehmer – ist verpflichtet, den begründeten Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit anzuzeigen.
In Deutschland gibt es ein Listensystem der Berufskrankheiten. Demnach können im wesentlichen nur die Krankheiten anerkannt werden, die in der sog. Berufskrankheitenliste aufgeführt sind. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, August 2010
Schutz vor Papillomviren im OP-Saal
01.08.2010
Diverse Papillomviren - vor allem die Typen 6, 11, 16 und 18 – rufen gesichert Krebs beim Menschen hervor. Sie können eine ursächliche Rolle spielen bei Tumoren der Zervix, der Vulva, der Vagina, des Penis, des Anus, der Mundhöhle, des Oropharynx, des Larynx und der periungualen Haut. weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Juli 2010
Erfassung nosokomialer Infektionen
01.07.2010
Nach § 23 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind Leiter von Einrichtungen für ambulantes Operieren verpflichtet, die vom Robert Koch-Institut (RKI) nach § 4 IfSG festgelegten nosokomialen Infektionen fortlaufend in einer gesonderten Niederschrift aufzuzeichnen und zu bewerten. Diese Aufzeichnungen sind zehn Jahre aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Mai/Juni 2010
Vorsicht beim Umgang mit Propofol
20.05.2010
Propofol stellt ein besonderes Problem in der Anästhesie dar. Hierauf wurde in den vergangenen Jahren wiederholt eindringlich hingewiesen. Auch die Herstellerinformation enthält hierzu klare Ausführungen. So wurden mehrfach septische Komplikationen nach Propofol-Gabe beschrieben, wobei offensichtlich ursächlich dieselbe Ampulle für mehrere Patienten benutzt wurde. Propofol ist für eine Keimbesiedlung besonders prädestiniert, weil es sehr fetthaltig ist und keine Konservierungsmittel enthält. In einem Fall von berichteten Zwischenfällen war in der Ampulle Acinetobacter nachweisbar. In keinem der Zwischenfälle war die Blutkultur positiv, sodass davon ausgegangen wird, dass das Geschehen allein durch Endotoxine ausgelöst wurde ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, April 2010
RLT-Anlagen beim ambulanten Operieren - Teil 2
01.04.2010
2008 wurde die DIN 1946-4 überarbeitet. Danach gibt es eine
- Raumklasse I (mit endständiger dritter Filterstufe), die für OP-Säle gilt, und eine Raumklasse II (keine dritte Filterstufe) für alle sonstigen Räume. Raumklasse !a fordert eine turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV – d.h. Gewebedecken) mit einem Schutzbereich von 3 x 3 m, entsprechend einem TAV-Auslass-System von 3,2 x 3,2 m; bei Raumklasse Ib sind auch Drallauslässe zulässig.
Raumklasse Ia ist vor allem gefordert für Implantate (z.B. TEP an Hüfte und Knie ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, März 2010
RLT-Anlagen beim ambulanten Operieren - Teil 1
01.03.2010
Grundsätzlich machen arbeitsphysiologische Überlegungen RLT-Anlagen in Operationssälen erforderlich: Bei längerem Aufenthalt von Personen in Räumen kommt es notwendigerweise zur Erwärmung sowie zum Anfall von Feuchtigkeit und Kohlendioxid ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Februar 2010
Meldepflichten nach Infektionsschutzgesetz
03.02.2010
Nach § 6 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind bestimmte Krankheiten namentlich meldepflichtig an die Gesundheitsämter. Nachfolgend die im praktischen Alltag wesentlichen ... weiterlesen
Hygiene-Tipp der DGKH, Januar 2010
Wann sollte ein Augenschutz getragen werden?
05.01.2010
Nach TRBA 250 hat der Arbeitgeber den Beschäftigten persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen.
Dabei ist ein Augen- oder Gesichtsschutz erforderlich, wenn mit Verspritzen oder Versprühen infektiöser oder potenziell infektiöser Materialien oder Flüssigkeiten zu rechnen ist und technische Maßnahmen nicht möglich sind ... weiterlesen
Hygiene-Tipp, Dezember 2009
Arbeitsmedizinische Angebotsuntersuchungen wegen Infektionsrisiken
01.12.2009
Soweit Mitarbeiter im Gesundheitswesen sich keinen arbeitsmedizinischen Pflichtuntersuchungen – z.B. bei Risiko durch Hep. B, C und HIV - unterziehen müssen, besteht auf Grund diverser Infektionsrisiken die Verpflichtung des Arbeitgebers zu Angebotsuntersuchungen. Diese können nach der „Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)“ aus dem Jahr 2008 vom Arbeitnehmer abgelehnt werden, sind ihm aber wiederkehrend anzubieten.
Dies trifft zu für alle Tätigkeiten, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung der Schutzstufe 2 ...
Hygiene-Tipp, November 2009
Gefährdungsbeurteilung in der Arztpraxis bei Infektionsrisiken
01.11.2009
Nach der TRBA 250 (Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen) muss in allen Praxen eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und regelmässig überprüft werden. Dabei sind insbesondere typische Infektionsrisiken wie Hepatitis B und C, HIV (z.B. bei Blutabnahme), HPV (bei Kondylomabtragung) oder Influenza (in der Wintersaison) zu berücksichtigen ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2009
Arbeitsmedizinische Pflichtuntersuchungen wegen Infektionsrisiken
01.10.2009
Hauptrisiko für Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Infektionskrankheiten. Deshalb sind Mitarbeiter im allgemeinen regelmässig arbeitsmedizinisch zu überwachen. Nach der „Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)“ aus dem Jahr 2008 wird zwischen folgenden Untersuchungen unterschieden ...
Hygiene-Tipp, September 2009
Was zeichnet hochwertige OP-Textilien aus?
01.09.2009
Hochwertige Funktionstextilien müssen in der Lage sein, den Keimdurchtritt im trockenen wie im nassen Zustand zu verhindern ...
Hygiene-Tipp, August 2009
OP-Textilien zur Vermeidung nosokomialer Infektionen
01.08.2009
Patient und Personal sind in der Lage, Mikroorganismen abzusondern, die sich auf der Körperoberfläche und im Nasen-Rachen-Raum befinden ...
Hygiene-Tipp, Juli 2009
Anforderungen der Hygiene an Kleidung in der Arztpraxis
01.07.2009
In der niedergelassenen Praxis kann grundsätzlich zwischen Arbeitskleidung (=Berufskleidung), Schutzkleidung und Bereichskleidung unterschieden werden ...
Hygiene-Tipp, Juni 2009
Abfallentsorgung in der Praxis
01.06.2009
Abfälle im Gesundheitswesen werden heute entsprechend LAGA (Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall) in Abfallschlüssel (AS) nach europäischer Norm eingeteilt ...
Hygiene-Tipp, Mai 2009
Sofortmaßnahmen nach HIV-Exposition
01.05.2009
Jeder Praxisinhaber ist verpflichtet, Regelungen zum Vorgehen bei Stich- und Schnittverletzungen zu treffen (u.a. laut TRBA 250). Besonders problematisch sind Stich- und Schnittverletzungen bei sicherer oder wahrscheinlicher Kontamination mit HIV-positivem Material ...
Hygiene-Tipp, April 2009
Umgang mit Trägern von Toxin-bildendem Clostridium difficile
01.04.2009
In den Krankenhäusern kommt es zunehmend zu Durchfall-Erkrankungen in Folge einer Infektion mit Toxin-bildendem Clostridum difficile. Betroffene Patienten können auch nach Entlassung aus dem Krankenhaus Träger des Erregers bleiben, wobei insbesondere die sehr beständigen Sporen über den Stuhl ausgeschieden und verbreitet werden können ...
Hygiene-Tipp, März 2009
Händehygiene des Chirurgen
01.03.2009
Hände, Nägel und Nagelfalze sollen bei Betreten des OP-Trakts sauber sein. Hände und Unterarme sind wegen des Irritationsrisikos nicht mit einer Bürste zu reinigen. Fingernägel müssen kurz- und rund geschnitten sein, mit den Fingerkuppen abschließen und eine glatte Oberfläche aufweisen. Künstliche Fingernägel und Schmuck sind zu untersagen ...
Hygiene-Tipp, Februar 2009
Rechtssicherheit: Hygienefehler vermeiden
01.02.2009
Hygiene gehört nach höchstrichterlicher Rechtsprechung zu den voll beherrschbaren Risiken in Krankenhaus und Praxis. Einzelne Abweichungen von allgemeinen hygienischen Vorgaben werden im Allgemeinen hinnehmbar sein; liegen jedoch mehrere schwerwiegende Abweichungen von hygienischen Regeln und Empfehlungen vor, so kann dies zu der Annahme führen, dass generell die Organisationsmängel so erheblich sind, dass auch im beklagten Einzelfall die Darlegungs- und Beweislast auf den Beklagten verlagert werden muss ...
Hygiene-Tipp, Januar 2009
Präoperative Haarentfernung
05.01.2009
Trotz einiger Studien zu diesem Thema liegt keine strenge Evidenz für oder gegen die präoperative Haarentfernung vor. Dies liegt zum Teil daran, dass jeder Patient, jeder Eingriff und jede Situation oft einmalig ist. Der Chirurg muss daher die Entscheidung allein von der operations-technischen Notwendigkeit abhängig machen ...
Hygiene-Tipp, Dezember 2008
Einzeldosisampullen oder Mehrdosenbehältnisse für Injektionen
01.12.2008
Für Injektionen sind möglichst Einzeldosisampullen zu verwenden. Restmengen in Normalampullen dürfen nur in Sonderfällen (z. B. Opiate) kurzfristig aufbewahrt und weiterverwendet werden ...
Hygiene-Tipp, November 2008
Injektionen und Punktionen
01.11.2008
Spritzen für Injektionen dürfen erst unmittelbar vor der Verabreichung aufgezogen werden. Vor der Vorbereitung und der Durchführung von Injektionen und Punktionen ist eine hygienische Händedesinfektion (30 Sekunden Einwirkzeit) erforderlich.
Es sind ausschließlich sterile Spritzen, Kanülen und Instrumente zu verwenden (Die Kanüle ist bei Fehlpunktion zu verwerfen). Das bereitgestellte Instrumentarium ist vor mikrobieller Kontamination zu schützen ...
Hygiene-Tipp, Oktober 2008
Mindestinhalte eines Hygieneplanes für die Praxis des niedergelassenen Chirurgen
01.10.2008
Gemäß Infektionsschutzgesetz und TRBA 250 müssen alle niedergelassenen Arztpraxen über Hygienepläne verfügen. Nach der TRBA 250 kann auf Betriebsanweisungen nach Biostoff-Verordnung verzichtet werden, wenn alle relevanten Fragen im Hygieneplan geregelt sind. Ein guter Hygieneplan lohnt sich also!
Hygiene-Tipp, September 2008
Hygienemängel führen zur Beweislast-Umkehr
01.09.2008
Der Bundesgerichtshof hat 2007 und 2008 in zwei Urteilen (Az. VI ZR 158/06 und VI ZR 118/06) die Haftung bei Hygienemängeln verschärft:
Diese zählen zu den „voll beherrschbaren Risiken“, d.h. Hygiene ist grundsätzlich regelbar, sowohl durch schriftliche Vorgaben als auch in ihrer Umsetzung ...
Hygiene-Tipp, August 2008
MRSA in der Praxis
01.08.2008
MRSA-positive Patienten dürften heute in jeder Praxis vertreten sein. Nach der TRBA 250 (Technische Regel des Bundesarbeitsministeriums: Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtpflege), der Gesetzeskraft zukommt, sind im Hygieneplan Regelungen für den Umgang mit MRSA-positiven Patienten zu treffen ...
Hygiene-Tipp, Juli 2008
Wundantiseptik
01.07.2008
Mittel der Wahl
Sofern eine Wundantiseptik indiziert ist, sind bei akuten Wunden Octenidin- oder Polihexanid-basierte Präparate Mittel der Wahl.
Für chronische Wunden und Verbrennungswunden ist Polihexanid als handelsübliche Lösung (Arzneimittel) oder als Wundauflage (Medizinprodukt) wegen der gleichzeitigen Förderung der Wundheilung Mittel der Wahl ...
Hygiene-Tipp, Juni 2008
Ringe, Schmuck, Piercing und Tattoos
17.06.2008
Ringe, Schmuck, Piercing und Tattoos sind ein immer wiederkehrendes Thema. Vieles dazu ist gesetzlich geregelt:
Die Technische Regel Biologische Arbeitsstoffe 250 (TRBA 250), die als Verordnung des Bundesarbeitsministeriums quasi Gesetzeskraft hat, schreibt dazu in Punkt 4.1.2.6:
„Bei Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion erfordern, dürfen an Händen und Unterarmen keine Schmuckstücke, Uhren und Eheringe getragen werden. Derartige Gegenstände können die Wirksamkeit der Händedesinfektion vermindern.“ ...
Hygiene-Tipp, Mai 2008
Händedesinfektion dem Händewaschen deutlich überlegen
01.05.2008
Händedesinfektion dem Händewaschen deutlich überlegen
Die meisten Mitarbeiter im Gesundheitswesen halten die alkoholische Händedesinfektion für Hautschädigender als die Händewaschung. Dabei ist es gerade umgekehrt:
Häufiges Händewaschen führt zu einer Beanspruchung und Austrocknung der Haut, nicht dagegen Händedesinfektion. Chirurgische Tätigkeit ist aus arbeitsmedizinischer Sicht allein wegen des dauerhaften Tragens von Handschuhen Feuchtarbeit und beansprucht die Haut daher zusätzlich ...
Inhalt übernommen von www.krankenhaushygiene.de/informationen/hygiene-tipp/hygienetipp-archiv/ (Stand 17.10.2026).